Dschungeltour und letzte Wochen

emariani am 3. März 2009 um 06:06

hey zusammen =)

zu den Fotos: es gibt noch seeeehr viele mehr, allerdings hat Malte, ein Kollege die gemacht und da wir nicht mehr genug Zeit hatten die auszutauschen schickt er mir die dann in die Schweiz..
http://picasaweb.google.com/emarianimex/UrwaldTourElMirador#

ich bin jetzt nach der sehr anstrengenden, aber auch wunderschoenen 5-taegigen Dschungeltour noch ein bisschen in El Salvador am Meer, am surfen und die Hitze geniessen =).

Die Dschungeltour zu den Ruinen “El Mirador” war ein ziemliches Abenteuer. Die ersten zwei Tage sind wir (ich mit 4 deutschen Kollegen/innen und 2 Kanadierinnen und 2 Holaendern) zusammen 60 Kilometer gelaufen. Danach haben wir einen Tag lang die Ruinen (groesstenteils sind sie noch unter Huegeln begraben) besichtigt. Dann sind wir die letzten zwei Tage die 60 Kilometer wieder zurueckgelaufen. Am Ende waren wir alle halb tot, aber es hat sich gelohnt =).
Wir haben voll viele Tiere gesehen. Unter anderem Tukane, fliegende Papageien (die haben einen sehr komischen Flug-Stil..), viele Affen (unter anderem Heuler-Affen (keine Ahnung wie die wirklich auf Deutsch heissen..), die, wenn man nicht weiss was es ist, schon ziemlich krass toenen..). Dann auch ueble Spinnen und Skorpione, leider hab ich immer noch keine Schlange gesehen, obwohls von denen eigentlich schon ziemlich viele gibt hier..
Auch einige komische Insekten hats gehabt. Mich haben ca. 30 (recht gewoehnliche =) ) Zecken ins Bein gebissen, da ich als einziger so intelligent war kurze Hosen anzuziehen, ich glaub ich hab was gelernt ;) . Sonst haben uns die Moskitos gefressen (was das genau fuer welche waren wussten wir nicht, aber wir hatten viele sehr unterschiedliche Stiche..).
Allerdings hatten wir eigentlich schon Glueck, unser Guide hat uns zwei Wunden mit ca. 10 cm Durchmesser gezeigt die er von der “Mosca chiclera” hatte, eine Fliege die, ohne dass mans merkt einem beisst und (da hab ich zwei Versionen gehoert..) Larven oder einfach nur Bakterien hinterlaesst, welche sich dann durch Fleisch und sogar durch Knochen fressen, wenn man sie laesst. Es gibt Medikamente dagegen, aber da er im Dschungel war musste er die Wunde mit heissem Limonen-Salz-Wasser auswaschen um das Viech zu toeten. Das hab ich ihm zuerst nicht so recht geglaubt, aber ein Kollege aus der Kooperative in Flores hat mir dann auch seine Narbe von dieser Fliege gezeigt und gesagt er habe das mit Kaffee ausgewaschen, da man im Dschungel halt nichts anderes hat..
Was auch extrem eindruecklich war, war die Aussicht von Huegeln mitten im Dschungel. Dort haben wir bis zum Horizont auf allen Seiten nur Baeume gesehen, wir mitten im Meer. Ein mal haben wir dann noch dort uebernachtet und den Sternenhimmel angekuckt, war auch extrem schoen.
In der letzten Nacht beganns um 1 Uhr ziemlich stark zu regnen. Da unsere Zelte ueberhaupt nicht dicht waren, mussten wir die dann unter ein Plastikdach zuegeln, war ziemlich lustig =).

Ich bleibe noch ca. 7 Tage hier am Strand und in el Salvador, dann geh ich nach Guatemala City, wo ich noch 2 Tage bleibe. Danach fliege ich wieder ueber Atlanta nach Hause =).

In weniger als zwei Wochen bin ich wieder in der Schweiz, bis dann..

wieder Guatemala

emariani am 17. Februar 2009 um 07:06

Fotos: http://picasaweb.google.com/emarianimex/SanCristobalKaffeePlantageReiseUndElRemate#

nachdem ich doch nochmal eine Woche in San Cristobal geblieben bin, bin ich am Samstag vor einer Woche dann nach Xela (Quetzaltenango) in Guatemala gereist. Von dort nach Colomba und von dort aus in die Kaffee-Kooperative “Finca Florida”.
Dort blieb ich einige Tage, arbeitete auf dem Feld (eher Wald) mit und ass bei den Familien. Das Essen war sehr einfach aber auch sehr fein (wenn man Tortillas nicht mag wirds schwierig, aber dann hat mans sowieso nicht einfach in Mexiko/Guatemala =) ).
Diese Kooperative befindet sich auf einer Finca (Grossgrundbesitz), welche vom Besitzer verlassen wurde und dann von der Bancafe (einer Bank Guatemalas) gekauft wurde. Da die Bauern auf der Finca, wo sie vorher gearbeitet haben, vertrieben wurden, suchten sie neues Land zum bleiben. Dann besetzten sie die Finca Florida, wo allerdings immer noch Arbeiter des alten Gutsherrn, jetzt fuer die Bank, arbeiteten. Spaeter kam auch noch eine andere Gruppe von Bauern, die das Land auch besetzte und fuer sich beanspruchte. Nach 2 Jahren Besetzung und zaehen Verhandlungen wurde die grosse Finca aufgeteilt. Die Bauern hatten dann aber eine Schuld von 6 Millionen Quetzales (so ungefaehr 700 oder 800 tausend schweizer Franken) zu bezahlen, was ihnen spaeter durch einen neuen Praesidenten aber erlassen wurde (sie haettens NIE bezahlen koennen, sie verdienen im Schnitt so 600 Quetzales pro Monat).
Jetzt bearbeiten sie die Finca schon seit ca. 3 Jahren kollektiv. Jede Familie hat ihr eigenes Stueck Land, wo sie anpflanzen koennen was sie wollen, der Rest des Landes bearbeiten sie gemeinsam. Sie pflanzen hauptsaechlich Kaffee, verschiedene Bananen, Macadamia-Nuesse, Mais und Bohnen und eine Vielzahl von Fruechten. Den Kaffee und die Bananen exportieren sie via eine NGO, welche ihnen einen fairen Preis garantiert.
Natuerlich ist alles nicht so einfach, da viele von den Leuten ihr Leben lang auf einem Grossgrundbesitz gearbeitet, keine Bildung gehabt und immer unter der Herrschaft des Besitzers gelebt haben. So braucht es sicher recht lange bis alle in der Comunidad begreifen dass sie jetzt auch mitbestimmen und entscheiden koennen und dies auch tun. Durch Projekte wie Oekotourismus und Bienenzucht erhoffen sie sich ein Zusatzeinkommen um sich weiter entwickeln zu koennen. Bis jetzt funktioniert das ziemlich gut. Sie verdienen zwar weniger als vorher, aber dadurch dass sie eigenes Land haben, gratis Holz holen koennen und so leben sie besser als vorher.

Jetzt bin ich wieder in El Remate, arbeitete nochmals ein bisschen fuer die Kooperative hier und wartete auf meine Kollegen, welche am 18. hier angekommen sind. Dann gehen wir morgen fuer 5 Tage zu 7. in den Dschungel (noch mit 3 Guatemalteken, einem Guide, einem Koch und einem Esel-Fuehrer). Am 25. kommen wir zurueck und dann geh ich noch ein bisschen nach El Salvador um zu surfen..

Ich denk ich komm schon nochmals dazu einen Blogeintrag zu schreiben bevor ich zurueckkomme, kann aber nichts versprechen.. Es bleiben ja nur noch knapp 4 Wochen.

Freu mich auf euch alle, bis bald =)

El Remate mit Sonnenuntergang:
el remate

weiter Guatemala und wieder San Cristobal und ich chume hei =)

emariani am 1. Februar 2009 um 03:50

Fotos:
http://picasaweb.google.com/emarianimex/WanderungXelaNachLagoAtitlanUndSanPedro#
http://picasaweb.google.com/emarianimex/AntiguaUndVulkanPacaya#
http://picasaweb.google.com/emarianimex/ElRemateTikalBesuchFloresUndReiseNachMexiko#

Die 3-taegige Tour von Quetaltenango zum Lago Atitlan war wirklich wunderschoen, wenn auch sehr anstrengend (in den ersten zwei Tagen sind wir ca. 40 Kilometer auf- und abwaerts gewandert). Am ersten Tag liefen wir ca. 7 Stunden durch Urwald, ueber Felder und durch kleine Doerfchen. Dann uebernachteten wir in einem kleinen Dorf, wo wir auch ein Temazcal (wie eine Sauna) besuchen konnten. Am zweiten Tag liefen wir dann weiter bis zu einem Dorf nahe am Lago Atitlan, wo wir bei einer einheimischen Familie uebernachteten. Am dritten Tag standen wir um halb 4 auf um den Sonnenaufgang ueber dem Lago Atitlan anzuschauen. Danach liefen wir noch ca. 4 Stunden weiter, bis wir die Reise mit einer Zipline ueber einer ziemlich tiefen Schlucht abschlossen (hat schon ziemlich Ueberwindung gebraucht =) ).
Dann sind wir zwei Tage im Dorf San Pedro am Lago Atitlan geblieben. Dort haben wir uns ein bisschen erholt und sind auf dem See Kayak gefahren. Ausserdem hab ich dort seit Ewigkeiten mal wieder Raclette gegessen =).
Dann sind wir weiter nach Antigua gereist. Dort haben wir den ziemlich aktiven Vulkan Pacaya besichtigt. Leider hat es momentan keine richtigen Lavastroeme, allerdings konnten wir auf einem halb vertrockneten herumlaufen, was auch sehr eindruecklich und vor allem extrem warm war (das Klima in Sued-Guatemala ist sonst eher kalt, da alles so auf mindestens 2500 mUeM liegt)..
Nach einem weiteren Tag in Antigua fuhren wir ca. 12 Stunden in den Norden nach El Remate, was an einem grossen See im Norden Guatemalas liegt. Hier haben wir Tikal, eine der groessten Maya-Staetten im Urwald angeschaut (und mal freie monos aranas (Spinnen-Affen?) von ziemlich nahe gesehen, war schon sehr eindruecklich =) ).
Dann wohnten wir beide bei Lucrecia,einer Bekannten von Julie. Ich hab mich entschieden, dort auch noch mal fast 2 Wochen eine Voluntaer-Arbeit zu machen. Dort arbeitete ich in der alternativen Kooperative von Lucrecia, welche Schulmaterial und Buecher druckt und Filme und Dokumentationen zur sozialen Lage und dem Einfluss der Freihandelsabkommen auf die Bauern in Guateamala erstellt (unter anderem ueber die Vertreibung der kleinen Bauern, da viele grosse Firmen ihr Land wollen um Palmen fuer Palm-Oel zu pflanzen). Da sie im Moment an ihrem ersten Buchdruck sind und keine Maschinen besitzen, gibts extreeeeem viel Handarbeit (vielleicht toents noch spannend, aber den ganzen Tag Buchruecken falten ist nicht sonderlich interessant ;) , aber wenigstens ists fuer was gutes und macht schon irgendwie Spass, vor allem da die Leute auch extrem nett sind..).
Ausserdem ist die Landschaft und der See in el remate wirklich wunderschoen und Kayak fahren kann man auch =) (hab auch schon meinen ersten Schiffbruch ueberlebt, als wir zu zweit eine Tour machen wollten und mit dem Proviant zu schwer waren).
Mitlerweile hatte ich mich auch schon fast daran gewoehnt dass in Guatemala vor jeder Bank, jedem Juweliersgeschaeft, etc. ein Security-Mensch mit einem Gewehr steht..
Diese zwei Wochen vergingen auch wieder wie im Flug, war eine sehr kuule Zeit.
Kurz bevor ich ging gabs grad noch ein ziemlicher Aufruhr, da das Militaer ein kleines Bauerndorf angegriffen und dabei zwei Bauern getoetet hat. Irgendwie wuerde die ganze Geschichte den Blog mal wieder elend lang machen, ich erzaehls sonst denen dies interessiert per Mail..
Dann bin ich vorgestern wieder nach Mexiko zurueckgekehrt, diesmal hab ich die Grenze bei Corozal ueber den Fluss passiert. Dort hatte ich auch die Gelegenheit mit einigen guatemaltekischen Fluechtlingen, welche in die USA wollen, zu sprechen. Unter anderem zwei ca. 12-jaehrige Jungen dies schon zum zweiten Mal versuchen. War ziemlich bedrueckend zu sehen wie sie ihre Familien verlassen und einen extrem gefaehrlichen Weg (viele sterben in der Wueste vor den USA, werden ueberfallen, von Schleppern (hier nennen sie die Koyoten) verarscht oder am Schluss doch von der Polizei festgenommen und wieder zurueckgeschickt, so viel ich weiss schaffen es ca. 1% der Fluechtinge bis in die USA).
Jetzt bin ich wieder in San Cristobal, wo ich nochmal Freunde besuche. Dann geh ich in ein paar Tagen wieder nach Guatemala um dort noch auf einer Kaffee-Plantage zu arbeiten und dann nochmals ca. 2-3 Wochen zu reisen.

Und ja ich hab schlussendlich meinen Flug verschoben und zwar auf den 11. Maerz, ich bin also ab dem 13. Maerz wieder in der Schweiz =), freu mich schon auf alle von euch, auch wenns noch nicht ganz Maerz ist ;) .

Beginn Guatemala + Fotos

emariani am 10. Januar 2009 um 05:26

hey zaeme =)

zuerst die Fotos (die von Oaxaca hab ich endlich auch hochgeladen..):
http://picasaweb.google.com/emarianimex/SanCristobalWiederMalPuertoEscondidoUndOaxaca#
http://picasaweb.google.com/emarianimex/GuatemalaQuetzaltenangoXelaTourSantaMaria#

vor vier Tagen bin ich mit Julie von San Cristobal ca. 10 Stunden nach Quetzaltenango in Guatemala gefahren. Hier bin ich zuerst mal wieder zum Arzt gegangen, da meine Magenprobleme seit drei Tagen nicht aufhoerten. Jetzt bin ich bereits wieder gesund, ich hatte so was wie Lamblien oder so, habs aber ehrlich gesagt nicht ganz genau verstanden. Wenigstens musste ich kein Antibiotika nehmen sondern was weniger starkes..
Guatemala ist ziemlich anders als Mexiko. Man sieht sehr schnell dass es sehr viel aermer und die Kriminalitaet auch entsprechend hoeher ist (bis vor einigen Jahren hatten sie hier noch einen extrem brutalen, stark von den USA unterstuetzten Buergerkrieg mit mehr als 200´000 Toten, vor allem Indigene). Peace Watch bietet auch Voluntaer-Einsaetze in Guatemala an.
Vorgestern haben wir eine Nachtwanderung auf den erloschenen Vulkan Santa Maria gemacht. Wir sind um 12 in der Nacht losgegangen, 4,5 Stunden von 2700 Metern ueber Meer (Quetzaltenango) auf 3772 Meter gewandert, haben dort 2 Stunden im Schlafsack geschlafen oder gefrohren und haben dann den Sonnenaufgang ueber der Vulkan-Kette von Guatemala gesehen (siehe Fotos, es war wunderschoen..). Dann haben wir noch den Ausbruch eines anderen nahen Vulkanes miterlebt und sind dann wieder hinuntergestiegen.
Morgen (Samstag) gehen wir mit einer 3-Taegigen Tour von hier zum Lago Atitlan und spaeter wahrscheinlich nach Antigua weiter.
Beide Touren haben wir mit den Quetzaltrekkern gemacht, was ich allen, die je nach Guatemala gehen, wirklich empfehlen kann. Diese Organisation besteht nur aus Freiwilligen und der ganze Gewinn geht an Kinderheime in Quetzaltenango (so, genug Werbung ;) ).

ich wuensch euch noch ein schoenes Januarloch und bis bald.. =)

DSC02950.JPGDSC02934.JPG

Oaxaca und wieder mal San Cristobal

emariani am 4. Januar 2009 um 02:09

nach dem wir drei Tage in San Cristobal gewesen sind (und ich auch zum ersten mal wirklich die vielen Museen und anderen Sehenswuerdigkeiten hier angeschaut habe..), reisten wir nach Puerto Escondido im Staat Oaxaca weiter. Dort blieben wir zwei Tage am Strand. Neben surfen machten wir eine mehrstuendige Pferde-Tour, eigentlich getraute ich mich am anfang nicht so, aber es war dann doch sehr kuul =) (auch wenn ich danach zwei Tage Muskelkater hatte..). Dann fuhren wir nach Oaxaca (der Stadt) weiter. Dort haben wir wieder mal einige Ruinen und sonst viele schoene Naturwunder angeschaut. Dann fuhr Julie in den Norden und ich kehrte nach San Cristobal zurueck um Weihnachten zu feiern.
Diese werden wie bei uns das Neujahr mit extrem viel Feuerwerk (nicht viel schoenes, aber dafuer um so lauteres =) ) gefeiert.
Dann blieb ich bis zum Neujahr hier und feierte dies im zapatistischen Zentrum (Caracol) Oventik. Dort gabs ein riesiges Fest mit vielen Taenzen, Konzerten und Ansprachen.
Ab Morgen werde ich mit Julie so ca. bis am 16. Januar in Guatemala herumreisen. Nur so als Information fuer die die meine Natel-Nummer haben, das funktioniert nicht in Guatemala..
ich habe leider grad nicht so viel Zeit, aber die Fotos von Oaxaca und so folgen noch =)

Belize und Yucatan

emariani am 15. Dezember 2008 um 01:50

Die letzten zwei Wochen bin ich durch Yucatan und Belize gereist.
Fotos: http://picasaweb.google.com/emarianimex/ReiseYucatanBelizeChiapas#
Nach 14 Stunden Bus fahren von San Cristobal nach Chetumal wollten wir (Male und ich) ueber die Grenze nach Belize.
Da die Schweiz nicht in der EU ist, haette ich ein Visum beantragen muessen. Da ich das aber nicht gewusst hatte, musste ich 50 Dollar Einreisegebuehr fuer zwei Tage bezahlen. Dann hat der Zollbeamte mir beim Ausreisen aus Mexiko auch noch ohne irgend etwas zu erwaehnen die uspruenglichen 90 Tage in Mexiko mit 180 ueberschrieben.. (so haette ich mir den ganzen Aufwand mit dem Migrationsbuero sparen koennen..).
In Belize sind wir dann mit einem kleinen Flugzeug vom Festland auf eine Halbinsel nach San Pedro geflogen. Dort hatten wir ein Hotel direkt am wunderschoenen Karibik-Palmen-Strand =). Baden konnten wir leider praktisch nicht, da der ganze Strand von Stegen und Wasserpflanzen bedeckt ist. Von Belize selber haben wir also nicht all zu viel mitbekommen, ausser dass alles massiv teurer ist als in Mexiko und die Leute englisch sprechen (Belize ist Teil vom Common Wealth). Nach zwei Tagen beim Ausreisen mussten wir dann nochmals eine “Ausreisegebuehr” bezahlen. So wars ein ziemlich teurer Aufenthalt, aber gelohnt hats sich trotzdem.. Als wir nach Mexiko zurueckkamen wars ein wenig wie nach Hause kommen..
Danach gingen wir nach Tulum, wo der Strand grad noch einiges schoener und das Wasser auch tuerkisblau und fuer Winter eigentlich noch seeehr heiss war =). Dort haben wir noch die Maya-Pyramiden direkt am Meer besichtigt, das war schon sehr schoen und eindruecklich.
Anschliessend reisten wir ueber Cancun auf die davor gelegene Insel “Isla Mujeres”. Dort wars zwar auch sehr touristisch, aber nie so krass wie in Cancun. Wir konnten vom Strand aus die Hotel-Reihen von Cancun sehen, was irgendwie an die Skyline von New York erinnert (auch wenn ich die in echt noch nie gesehen habe =) ).
Der Sand der Karibik-Straende ist auch wunderschoen, ganz weiss und fein (ich hoer jetzt auf, sonst werdet ihr in der kalten, verschneiten Schweiz noch eifersuechtig ;) ).
Dann flog Male nach Kuba und ich reiste mit dem Bus nach Campeche weiter, wo ich Julie, eine Kollegin aus Puerto Vallarta traf. Nachdem wir Campeche angeschaut haben gingen wir nach Villahermosa weiter, wo wir in einem Park viele sehr zutrauliche Waschebaeren gesehen haben.
Danach gingen wir nach Palenque, wo wir sehr schoene Ruinen und Wasserfaelle angeschaut haben. Ausserdem haben wir dort in einer Huette mitten im Dschungel uebernachtet und viele Tiere (Tukan, Affen, riesige Spinnen, Termiten) gesehen.
Dann reisten wir ueber Ocosingo nach San Cristobal zurueck.
Von hier aus werden wir noch fuer einige Tage nach Oaxaca ans Meer fahren und dann komm ich zurueck um in San Cristobal Weihnachten zu feiern.
Hier ist jetzt alles auch voll Weinachtsschmuck. In San Cristobal ist es einigermassen kalt, darum nicht so komisch, aber in der Karibik wars schon ziemlich schraeg =)

Einsatz in Cruzton

emariani am 1. Dezember 2008 um 22:59

tach zusammen =)

Fotos von Cruzton: http://picasaweb.google.com/emarianimex
seid Mittwoch bin ich wieder zurueck in San Cristobal. Diesmal war ich fuer zwei Wochen mit zwei Deutschen (Miriam und Anne) und Lisa (mit ihr war ich auch schon in Huitepec) in der Gemeinde Cruzton.
Vielleicht zuerst allgemein etwas wegen Neutralitaet und so. Offiziell sind die internationalen Beobachter “neutral”, das heisst wir duerfen uns politisch nicht aeussern und auch keine politische Arbeit (Demonstrationen, etc.) machen. Wer sich nicht daran haelt, wird von der Polizei ausgeschafft. So sind wir hier als “neutrale” Beobachter, welche sich nicht einmischen. Allerdings ist unsere Rolle, wenn auch nur passiv, immer auf der Seite der aufstaendischen indigenen Bauern (Zapatisten oder eine der vielen anderen Organisationen), da diese ja unseren Schutz wollen. Da wir in den Doerfern, welche politisch gespalten sind (z.B. Cruzton) praktisch ausschliesslich Kontakt mit den aufstaendischen, aber nie mit den regierungstreuen Bauern haben, sind unsere Berichte auch entsprechend gefaerbt. Ich will damit nicht sagen dass ich den Leuten nicht glaube was sie mir erzaehlt haben, ich will nur darauf hinweisen dass meine Informationen nicht ganz neutral sind =). (ich schreibe hier auch nur Dinge auf, welche mir oder den anderen Beobachtern direkt erzaehlt wurden, wer mehr wissen will kann die Links am Ende des Artikels anschauen).

Wer sich Gedanken macht ueber den Sinn der internationalen Beobachter (weil halt in meinem Einsatz nichts passiert ist) sollte unbedingt vor allem den zweiten Beobachter-Artikel ganz unten lesen! Ist sehr eindruecklich und interessant (die Fotos waren in unserer Huette ausgestellt).

Um nach Cruzton zu kommen mussten wir zuerst ca. 2 Stunden Bus fahren und dann noch ca. 1.5 Stunden zu Fuss (unsere Rucksaecke haben zum Glueck zwei Pferde getragen =) ) gehen.
Cruzton ist ein kleines Dorf mit ca. 50 ziemlich weit gestreuten Familien. Von diesen 50 Familien sind ca. 30 in der “Otra Campana” (die “Otra Campana” wurde von den Zapatisten ins Leben gerufen um mehr Doerfer im Widerstand zu vereinen. Wer bei ihr dabei ist unterstuetzt zwar die Ziele der Zapatisten und erhaelt auch Unterstuetzung von ihnen, muss sich aber nicht nach den Regeln der Zapatisten richten und nimmt nicht an Entscheidungen und Aufbauarbeiten teil) organisiert, 2 sind bei den Zapatisten (die nennt man “bases de apoyo”) und der Rest ist nicht organisiert (viele sind in der evangelikalen Kirche und koennen sich darum nicht den Zapatisten anschliessen, da die Kirche es nicht duldet dass man sich gegen den Staat wendet). Die Familien in der “Otra Campana” haben aber gerade in der Zeit als wir dort waren entschieden dass die letzten Familien die Staatssubventionen jetzt auch ablehnen. Dies ist fuer sie ein weiterer Schritt Richtung Zapatistas, da es den zapatisten verboten ist staatliche Unterstuetzung anzunehmen. Dies aus dem Grund da die Zapatisten unabhaengig sein und sich vom Staat nicht kaufen lassen wollen.
Das Klima war viel angenehmer als in Huitepec ;) , am Tag meistens sehr warm und in der Nacht kuehl. Da aber die Wechsel ziemlich extrem waren waren die meisten von uns mehr oder weniger die ganze Zeit krank. Lisa ist vier Tage frueher zurueckgegangen, da sie eine Halsentzuendung hatte. Ich hab mich die ganze Zeit einfach sehr schlapp gefuehlt und hatte ab und zu Bauchprobleme, aber nichts gravierendes =).
Zur Geschichte von Cruzton: Bis im Jahr 1994 haben saemtliche Bauern fuer einen Grossgrundbesitzer gearbeitet. Auch wenn dieser die Leute geschlagen und sie absolut mies bezahlt (sie haben nur zwischen 2-5 Pesos = ca. 20-50 Rappen pro Tag erhalten) hat, sind sie ihm treu geblieben. Die Gruende dafuer sind einerseits dass sie kein anderes Leben kannten (ein alter Mann hat mir erzaehlt wie sein Vater sein ganzes Leben auf dem Hof gearbeitet hat und nie genug Geld hatte um sich selber etwas zu leisten), andererseits dass sie keine Bildung hatten (viele haben damals kein Spanisch gesprochen und da sie so schlecht verdienten, mussten sie den ganzen Tag arbeiten um zu ueberleben). Die einzelnen Bauern wohnten zerstreut rund ums heutige Cruzton. Wie genau habe ich leider nicht verstanden, allerdings haben sich die Bauern bis 1994 oefter dann doch zusammengetan und gegen den Gutsherrn aufbegehrt, so musste er ihnen Land geben dass sie ihre eigenes Dorf (Cruzton) errichten und fliessendes Wasser bekommen konnten. Spaeter haben sie auch Anbindung an das Elektrizitaetsnetz verlangt, darum haben heute alle Haeuser Strom.
1994 war der Aufstand der Zapatisten, welcher eine Welle von Landbesetzungen mit sich zog. Der Grossgrundbesitzer von Cruzton hatte Angst und floh darum nach Mexiko City. Zuvor haendigte er allerdings den Bauern von Cruzton mit den Worten “dies wird euch in der Zukunft noch viel nuetzen” ein Papier aus. Da die Bauern allerdings nicht lesen konnten wussten sie nicht dass dies die Besitzurkunde des gesamten Landes war und der Grossgrundbesitzer so das Land den Bauern zurueckgeben wollte (natuerlich tat er dies weil er sein Land sowieso nicht behalten konnte und nicht weil er einfach nett war =) ). Gleichzeitig bestzten aber ca. 30 Leute aus dem groesseren Nachbarsdorf Teopisca das Land des Grossgrundbesitzers indem sie sich als Zapatisten ausgaben. In Wahrheit waren sie wohlhabende Leute (Anwaelte, Politiker, etc.), welche ihren Vorteil aus dem zapatistischen Aufstand ziehen wollten. Sie begannen mit Kaffeeanbau und stellten Arbeiter an (arbeiteten aber praktisch nie selber). Da die Bauern von Cruzton immer noch kein Land hatten, vermieteten die Leute aus Teopisca die Felder an die Bauern aus Cruzton. So mussten sie bezahlen damit sie auf ihren eigentlich ihnen gehoerenden Feldern arbeiten konnten. Ausserdem badeten die Teopiscaner bei ihren Ausfluegen aufs “Land” im Fluss und wuschen dort auch ihr Essen und ihr Geschirr. Dieser Fluss ist die Wasserzufuhr zum Dorf, so wurden viele Leute in Cruzton durch das verschmutzte Wasser krank.
Da aber die Bauern von Cruzton das Papier des Grossgrundbesitzers dann doch mal lesen konnten und mitlerweile auch eine Generation herangewachsen war welche sich mit der Quasi-Sklaverei nicht mehr zufrieden geben wollte (der zapatistische Aufstand hat auch viele Leute beeinflusst), begannen sie sich zu wehren. Sie versuchten es zuerst bei den Politikern und beim Gericht in der naechst groesseren Stadt. Da sie aber niemand anhoerte (hier meinen immer noch viele Leute dass die Indigenen nichts wert sind. Darum werden sie auch in oeffentlichen Aemtern, Gerichten, Spitaelern, etc. schlecht behandelt. Dies war unter anderem ein Grund fuer die zapatistische Revolution), besetzten sie im Fruehjahr 2007 die ganzen Felder. Dabei erhielten sie Unterstuetzung des FrayBa und der “Otra Campana”. Die Teopiscaner fluechteten und die Bauern aus Cruzton konnten erstmals ihre eigene Erde bearbeiten ohne ausgebeutet zu werden.
Gleichzeitig wurden auch zwei Ueberwachungsposten eingerichtet. Einer am unteren Dorfeingang und einer ca. 10 Minuten oberhalb des Dorfes mit Sicht auf alle Felder. Dort ueberwachten Tag und Nacht Leute aus Cruzton und internationale Beobachter (solche wie ich ;) ) die Situation.
Da aber diese Leute Kontakte zur politischen Elite dieses Bezirks haben und die Polizei sehr korrupt ist, versuchte diese 3 Mal ins Dorf einzudringen. Die Begruendung war, dass die Cruztoner das Land unrechtmaessig besetzt haetten. Ca. 10 Personen von Cruzton werden verdaechtigt den Aufstand angezettelt zu haben, die Polizei wollte sie verhaften (auch wenn keine Haftbefehle bestehen).
Das erste Mal drang die Polizei um 5 Uhr Morgens ins Dorf ein, schlug einige Leute und “erschreckte die Kinder” (die Leute haben sonst praktisch keinen Kontakt mit der Polizei). Die Bauern wussten aber vorher schon bescheid und konnten sich in Sicherheit bringen.
Das naechste Mal wurde die Polizei am unteren Dorfeingang von den mit Stoecken bewaffneten Frauen des Dorfes zurueckgehalten. Dann Mitte Juli 2008 besetzte ein Grossaufgebot der Polizei, begleitet von den Leuten aus Teopisca (so wurde auch klar wer hinter dem Polizeieinsatz steht, siehe Videos am Ende des Blogeintrags..) die Felder erneut. So konnten die Bauern ihren Mais nicht mehr bewirtschaften, was jetzt dann in der Erntezeit im Dezember fuer einige Familien ein ziemliches Problem darstellen wird, da Mais ihr Hauptnahrungsmittel ist. Ausserdem frassen die Pferde der Polizei den Mais und die Polizisten versiegelten den Wasserzugang zum Dorf. Zu diesem Zeitpunkt waren ca. 10 internationale Beobachter im Dorf. Die Situation war dann ziemlich krass. Da das Wasser von weit her geholt werden musste und es auch nicht sauber war, wurden viele krank.
Nach ca. einem Monat entschied das FrayBa zusammen mit dem Dorf und den Unterstuetzern der “Otra Campana” dass es so nicht weitergehen kann, da sonst ein viel zu grosser Teil der Ernte ausfallen wuerde. So gingen die Bauern Mitte August wieder auf ihre Felder, um das Unkraut zu tilgen und die Quelle zu “befreien”. Als Schutz gegen die Polizei bildeten viele Frauen des Dorfes und von Unterstuetzern der “Otra Campana” eine Kette zwischen den Bauern und der Polizei. Sie wurden von Internationalen Beobachtern begleitet, welche das ganze aufzeichneten. Da die Polizei in der Minderzahl war, zog sie sich zurueck. Allerdings kehrte sie am naechsten Tag mit Verstaerkung zurueck und wollte den oberen Beobachtungsposten stuermen. An vorderster Stelle stand ein Staatsanwalt mit einem Stock bewaffnet, was wieder ein gutes Beispiel fuer die Korruption ist.. Es kam zu einer gewalttaetigen Auseinandersetzung zwischen der Polizei, den Bauern und auch einigen Beobachtern. Da sich der Posten auf einem kleinen, ziemlich steil abfallenden Huegel befindet, fielen 3 Polizisten und ein Bauer hinunter und verletzten sich (was es sonst fuer Verletzungen gab ist mir nicht bekannt, ausser dass der Staatsanwalt einem Bauern auf den Kopf schlug und dieser eine ziemlich grosse Wunde davontrug). Die Polizei wurde zurueckgeschlagen und da alles aufgezeichnet wurde, konnte das FrayBa bei hoeheren Politikern Druck ausueben und die Polizei musste abruecken (da ja auch rechtlich wirklich kein Grund bestand, da die Leute aus Cruzton die Urkunde fuer das Land besitzen..). Bis heute gab es keine weiteren Probleme mehr, allerdings kann man nie wissen ob es die Leute nicht doch wieder probieren.
Ein weiteres Problem besteht darin dass sich die Felder von Cruzton einen Huegel hinaufziehen, in welchem die Regierung eine Mine (Gold glaub ich..) errichten will. Da die Bauern ihr Land aber nicht verkaufen wollen (auch da sie wissen dass so eine Mine oft auch eine Kontamination der Umwelt mit sich bringt), besteht die Gefahr weiterhin dass sie von Polizei oder Militaer vertrieben werden.
So viel zur Geschichte =).
Wir vier Beobachter lebten im Gemeinschaftszentrum im Zentrum des Dorfes. Wir hatten einen Gasherd, viel Platz zum schlafen und fliessend Wasser und sogar zwei WCs ;) . Was allerdings ziemlich uebel war, war dass wir am Boden neben den WCs das Geschirr waschen mussten und uns dort auch duschten. Ich denke das hat unter anderem zu unseren Magenproblemen beigetragen..
Jeden Tag bekamen wir frische Tortillas, manchmal Papaya, Tamales und Bananen. Neben dem Essen was wir mitgenommen haben, konnten wir auch wieder aus einem kleinen Laden die noetigsten Dinge kaufen und ein Lastwagen mit Fruechten und Gemuese kam auch zwei Mal pro Woche vorbei.
Wir mussten uns alle Tage auf die zwei Ueberwachungsposten aufteilen. So waren wir von 8 Uhr bis 12 Uhr und dann von ca. 2 Uhr bis 6 Uhr auf den Posten. Danach kamen wir zurueck, kochten und sprachen mit den Leuten oder spielten Basketball oder mit den Kindern. Um 9 Uhr gingen wir zu Bett. Die Bauern legen sich meistens schon um 8 Uhr hin, da sie auch zwischen 4 und 5 Uhr aufstehen.
Auf den Posten wars sehr angenehm =). Wir konnten nichts tun und die Umgebung geniessen (vor allem auf dem oberen Posten wirklich extrem schoen), mit den Bauern sprechen (fast jeder Tag waren andere mit uns auf den Posten), diskutieren, lesen, jonglieren lernen =), schreiben, Backgammon spielen, etc.. Mir war praktisch nie langweilig.
Unsere Gruppe war wirklich kuul, wir haben viel gelacht und diskutiert. Die Probleme haben sich auf sehr kleine Dinge beschraenkt (da auch diesmal halt alle gegen Ende muede waren nervten wir uns halt schneller ab Kleinigkeiten, aber eben war nichts schlimmes und wir kommen immer noch sehr gut aus miteinander =)..).
Was ziemlich krass war, waren die Tiere in Cruzton. Es gab sicher 100 Haehne und Hunde und Esel, die ziemlich puenktlich um halb 1 um 4 und dann um 6 Uhr Morgens kraehten, bellten oder (weiss grad nicht wie man dieses komische Geraeusch nennt welches die Esel machen =) ). War schon extrem laut, aber irgendwie haben wir uns daran gewoehnt.
Sonst hatte es auch einige Tierchen (Spinnen, grosse Schmetterlinge, 3 cm grosse Ameisen, Kolibris, Froesche im Badezimmer, Kakerlaken), allerdings waren die meisten nicht in unserem Haus..
Geschlafen haben alle in Haengematten ausser ich auf zwei Baenken. Mitlerweile find ich das ganz angenehm =).
Das Leben im Dorf war schon sehr anders als in der Schweiz.. Es gibt ueberhaupt keinen Stress oder so, auch wenn alle jeden Tag auf die Felder gehen und hart arbeiten haben sie halt keine festen Arbeitszeiten. Da hier viele Leute Pferde hatten und dies eigentlich das Hauptfortbewegungsmittel ist bin ich mir manchmal wie in einem alten Film vogekommen =).

Der ganze Einsatz hat mir sehr gefallen, es war eine sehr spannende und gute Erfahrung. Ich finds nach wie vor sehr sinnvoll und kann es nur weiterempfehlen =).

Jetzt bleib ich noch ein bisschen in San Cristobal (hier ists jetzt auch einiges kaelter, auch wenns tagsueber immer noch meistens sehr angenehm ist) und gehe dann mit einer guten Kollegin von hier fuer einige Tag nach Belize und Yucatan, die Karibik-Straende geniessen und so =). Was ich dann mache ist noch nicht so klar, ich habe verschiedene Ideen, weiss aber noch nicht so genau..

Videos ueber Cruzton (spanisch):
http://www.youtube.com/watch?v=yncnJtdrXug&feature=related
http://www.frayba.org.mx/videos.php?ID=712&language_ID=1&hl=es

weiteres Video (spanisch, ca. 10 min):
http://www.youtube.com/watch?v=NYZG6blQOsE

ein anderer Beobachter-Bericht (na ja hier sieht man ziemlich gut dass die Bauern nicht alle dasselbe erzaehlen, das haben wir auch bemerkt =), aber im grossen und ganzen stimmts schon mit dem ueberein was ich gehoert habe. Wachtposten hat es aber jetzt wirklich nur noch zwei.. Wie sie erzaehlt konnten sie frueher auf den Posten kochen, das kann man jetzt nicht mehr, oder man macht es nicht mehr? auf alle faelle haben uns die Bauern das nie vorgeschlagen (sie selber essen auch in ihren Haeusern). Was auch sehr eindruecklich ist wie sie den Widerstand der Frauen beschreibt, das haben wir halt nicht so direkt mitbekommen..):
http://www.peacewatch.ch/public/frameset.aspx?cat=1&lang=DE

zweiter Bericht (als die Polizei die Felder besetzte):
http://www.peacewatch.ch/public/frameset.aspx?cat=1&lang=DE

Mein erster Einsatz in Huitepec

emariani am 8. November 2008 um 23:20

hallo zaeme =)
Fotos (Reise mit Jennifer, Einsatz in Huitepec, Lagos de Montebello, Fotos von Alex in Huitepec (ja er ist mehr begabt als ich im foetele =) ), etc.):
http://picasaweb.google.com/emarianimex/
an diesem Mittwoch bin ich aus meinem ersten Einsatz zurueckgekommen.
Nachdem ich mich am Montag vor zwei Wochen im FrayBa (Menschenrechtszentrum in San Cristobal) gemeldet und einen kurzen Einfuehrungskurs erhalten habe, wurde ich mit zwei Schwedinnen (Lisa und Anna) und einem Spanier (Alex) nach Huitepec geschickt.
–Wen der Hintergrund des Konflikts nicht interessiert, sollte ca. in die mitte des Artikels scrollen =)–
Huitepec liegt, ca. 1 Stunde von San Cristobal entfernt, auf einem Huegel auf ca. 2500 Metern ueber Meer (San Cristobal liegt auf ca. 2100 Meter ueber Meer). Das Klima ist sehr feucht (praktisch jeden Tag Nebel) und in dieser Jahreszeit dazu in der Nacht zwischen 0 und 6 Grad. Wenn die Sonne scheint (meistens nur am Morgen) ist es angenehm warm, sonst ist es auch am Tag extrem kalt (durch die Feuchtigkeit und den Wind hat man das Gefuehl es sei noch viel kaelter).Ausserdem windet es ziemlich brutal (in der Schweiz wuerde man bei solchem Wind nicht mehr in den Wald gehen). Einige male hatten wir das Gefuehl unsere Huette wuerde zusammenfallen (ist auch schon mal passiert, die jetzige hat aber bis jetzt gehalten =) ).
Auf Huitepec befinden sich verschiedene kleinere Gemeinden (Los Alcanfores, Huitepec, etc..). Die Leute sind praktisch alle Bauern und pflanzen Mais (wir haben mal einige frische Maiskolben bekommen, jetzt weiss ich nicht ob ich je wieder Mais in der Schweiz essen will ;) ), einige Gemuese und Blumen an. Die Blumen verkaufen sie in San Cristobal, um sich die restlichen Lebensmittel leisten zu koennen (z.B. Reis). Sie besitzen nur sehr wenig, leiden aber so viel ich weiss nicht an Hunger.
Alle Haueser sind ans Elektrizitaetsnetz angeschlossen. Die Leute kochen aber nach wie vor mit Holz, da Gas teuer ist. Das Holz besorgen sie sich aus den umliegenden Waeldern, indem sie totes Holz sammeln. Sie faellen aber keine “lebenden” Baeume (zumindest die meisten..).Und genau hier beginnt das Problem:
Der groesste teil der Waelder ist niemandes Eigentum, das heisst die Gemeinden haben bis vor ca. 3 Jahren gemeinsam abgemacht dass sie niemandem gehoeren, alle aber das Wasser benuetzen und das tote Holz sammeln koennen. Dann haben die Leute der Gemeinde “Los Alcanfores” eine Hektare dieses Territoriums fuer eine oeffentliche Kirche beantragt. Nachdem alle Gemeinden zugestimmt hatten, wurde die Kirche gebaut. Dann haben die Leute der “Los Alcanfores” jedoch die Kirche und eine weitere halbe Hektare eingezaeunt, so dass nur noch sie die Kirche benutzen konnten. Ausserdem hatten sie (einige reiche Personen aus den “Los Alcanfores”, die Armen dieser Gemeinde hatten damit nichts zu tun) Plaene geschmiedet um das Gebiet touristisch zu nutzen und so viel Geld zu verdienen (sie wollten z.B. in diesem Gebiet einen Zoo bauen, was bedeutet haette dass ein sehr grosser Teil des Waldes abgeholzt worden waere). Weiter hatten sie von den Wasserquellen Wasser an Coca Cola verkauft (das Geld, niemand weiss genau wie viel, aber man vermutet so ca. 30′000 Pesos pro Monat, ca. 3000 CHF, ist hier viel Geld, bekommen nur ca. 4 Personen der “Los Alcanfores”, obwohl die Quellen eigentlich niemandes Eigentum sind). Ein weiteres Problem war dass immer mehr Leute von ausswaerts in das Gebiet eingedrungen sind und Baeume gefaellt haben.
Nachdem sich einige Bewohner von Huitepec an die Regierung von San Cristobal gewendet haben, diese aber nichts unternommen haben, haben sich einige Familien zusammengetan und haben das Problem in Oventik vorgetragen. Oventik ist eines von 5 Caracoles (Hauptstuetzpunkte der Zapatistas, siehe http://www.google.de/search?hl=de&q=zapatisten&start=10&sa=N oder http://de.wikipedia.org/wiki/Ej%C3%A9rcito_Zapatista_de_Liberaci%C3%B3n_Nacional). Die Zapatisten haben nachrecherchiert, wie die Situation wirklich aussieht. Dies hat sehr lange gedauert (die Zapatisten sind Basisdemokratisch organisiert), aber schliesslich haben die Zapatisten entschieden, das ganze Gebiet mit den Quellen und ein Teil des Waldes als Naturschutzgebiet zu deklarieren. Genau ein Tag davor hat die Organisation PRO NATURA (Naturschutzorganisation der mexikanischen Regierung, hat nichts mit Pro Natura in der Schweiz zu tun =) ) das selbe und noch ein einiges groesseres Gebiet als Naturschutzgebiet deklariert. Es ist ziemlich offensichtlich dass sie zeigen wollten dass sie auch etwas unternehmen, da sie sonst gegenueber den Zapatistas extrem schlecht dagestanden waeren. In diesem von der Regierung festgelegten Gebiet ist es unter anderem auch verboten totes Holz zu sammeln, was die aermeren Bauern aber unbedingt benoetigen..
Die Zapatisten haben daraufhin ein Camp eingerichtet, in welchem immer im Wochenrhytmus ca. 10-30 Zapatisten wohnen und taeglich mit einem Zapatisten von Huitepec das von ihnen abgesteckte Gebiet ablaufen, um zu kontrollieren dass niemand unerlaubt Baeume faellt, oder noch mehr Wasser geklaut wird. Wenn sie jemanden erwischen erklaeren sie ihm, wieso sie patroullieren und wieso hier kein Holz geschlagen werden darf. Die Bauern, welche nicht den Zapatisten angehoeren, muessen eine Bewilligung von Oventik einholen, um totes Holz zu sammeln oder im Wald zu spazieren (heute haben ca. 30 Personen eine solche Bewilligung). Auch die Frauen der armen Bauern der “Los Alcanfores”, welche an den Fluessen ihre Waesche waschen werden toleriert. Die Zapatisten wissen mitlerweile sehr gut welche Leute den Wald nicht beschaedigen und lassen diese auch ohne Bewilligung passieren.
Die Patrouillen hatten bisher viel Erfolg, da die meisten Leute die Argumente der Zapatistas verstanden haben. Da es aber immer wieder Zwischenfaelle gibt und die Regierung auch schon oefter angedroht (aber noch nie verwirklicht) hat, die Zapatisten mit Gewalt zu vertreiben, haben die Zapatisten um internationale Beobachter gebeten. Wir mussten also jeden Tag zwischen 2-4 Stunden mit den Zapatisten das Gebiet ablaufen und alle Ereignisse rapportieren. So stellen die Zapatisten auch sicher dass die Wahrheit ans Licht kommt.
Heute sind es nur noch ca. 10 zapatistische Familien in der Gemeinde Huitepec und ca. 30 regierungstreue. Frueher waren mehr Zapatisten, allerdings haben durch die vielen Drohungen der Regierung und der einflussreichen Leute der “Los Alcanfores” viele die Seite gewechselt.
—–
Bevor wir dort waren ist viele Wochen nichts mehr passiert. Gleich am ersten Tag sind wir aber auf Leute gestossen, welche keine Bewilligung hatten. Der Zapatist aus Huitepec hat ihnen erklaert dass sie eine Bewilligung holen muessen. Sie haben es nicht akzeptiert und ziemlich agressiv darauf hingewiesen dass ihnen niemand sagen koenne dass sie hier nicht spazieren duerfen. Nach einer kurzen Disskusion sind sie dann gegangen.
Spaeter in diesen zwei Wochen stiessen wir dann auf ca. 40 gefaellte Baeume, allerdings wurden die Schuldigen bis jetzt nicht gefunden. Auch wurden an einem Tag zwei der Tafeln, welche das zapatistische Naturschutzgebiet markieren, ausgerissen. Weiter hat ein besitzer von privatem Land den Grenzpfosten seines Landes zu seinen Gunsten verschoben (die Zapatisten haben ihn dann wieder an den Urspruenglichen Ort gestellt, mich hats an den Kindergarten erinnert =)..). Sonst ist nichts vorgefallen.
Neben den taeglichen Wanderungen (wir wechselten uns ab, so dass ich nur ca. jeden zweiten Tag mit den Zapatisten mitging) hatten wir keine Verpflichtungen.
Jeden Tag mussten wir mehrmals Feuer machen um zu kochen, oder Tee zu trinken (mit nassem Holz hats manchmal ziemlich gedauert..). Auch sonst war das Leben ziemlich anders als ich es gewohnt bin =). Als Toilette hatten wir nur ein Loch mit einem kleinen Plastikhaeuschen und eine Dusche hatten wir auch nicht (das Dusch-Haeuschen war vom Wind zerstoert und haette sowieso nur dafuer gedient dass man nicht gesehen wird). So wurde das Waschen mit kaltem Wasser bei Wind und niederen Temperaturen ziemlich ungemuetlich. Die Huette hielt zwar mehr oder weniger den Wind ab, die Kaelte allerdings ueberhaupt nicht. So frohren wir in unseren Schlafsaecken, bis wir bei einem nahen zapatistischen Bauern (er hat einen kleinen Laden und war der Ansprechspartner bei Fragen) Wolldecken geholt hatten. Diese waren dafuer voller Floehe, was auch eine recht schoene Erfahrung war, weil man sie in der Nacht auf der Haut herumkrabbeln spuerte =). Da wir schon vorher ueber die Floehe informiert wurden, hatten wir Tonnen von Mueckenspray dabei, was allerdings nichts half.. Zwei von uns schliefen in Haengematten, ich und Lisa auf Holzpritschen im Schlafsack (ja auch an das hab ich mich mehr oder weniger gewoehnt, bin allerdings jetzt auch froh wieder ein weiches Bett zu haben =) ).
Geschirr waschen war auch sehr angenehm, vor allem am Morgen mit eiskaltem Wasser.. Ich hatte zum Glueck genug Kleider dabei und musste nicht waschen. Alex wusch seine Socken, welche erst nach ca. 3 Tagen wieder trocken waren =).
Gegessen haben wir immer gut. Mitgenommen haben wir vor allem Lebensmitteln, welche man lange behalten kann (Reis, Teigwaren, Bohnen, Linsen). Ausserdem fuhr jeden Tag ein Motorrad mit Tortillas vorbei und einmal ein Auto mit Poulet, mit Fisch und Gemuese/Fruechten. Sonst konnten wir im kleinen Laden nebenand Eier und einige wenige andere Nahrungsmittel kaufen. Schlussendlich war der Speiseplan allerdings schon ziemlich eintoenig..
Neben den Wanderungen und den sonstigen Hausarbeiten haben wir gelesen, oder diskutierten ueber irgend etwas. Spazieren konnten wir nicht weit, da in unserer naeheren Umgebung hauptsaechlich regierungstreue Bauern wohnten. Diese hatten mal behauptet, eine internationle Beobachterin wolle ihre Kinder rauben. Darum durften wir nur von unserm Haus zum Laden und zum Camp der Zapatisten gehen.
Am “Dia de los muertos” hat uns der Ladenbesitzer noch zum Fruestueck zu sich nach Hause eingeladen. Dort gab es ein seeeeehr ueppiges Essen und wir konnten miterleben wie die Einheimischen die Toten ehren, indem sie einen Altar aufbauen und viel verschiedene Esswaren zubereiten und fuer sie hinstellen. Ausserdem schmuecken sie die Graeber auf den Friedhoefen speziell und besuchen Verwandte.
An einem anderen Tag konnten wir dann noch das Temazcal (so was wie eine Sauna, normalerweise mit vielen Kraeutern auf dem Boden, hier aber ohne.. geheizt wird mit Feuer) benutzen um uns zu waschen, das war extrem angenehm =).
Mit den andern Mitbewohner bin ich vorwiegend sehr gut ausgekommen. Gegen den Schluss hatten wir einige Probleme, da eine der Schwedinnen (die waren schon 5 Monate in Guatemala im Einsatz und im dritten Einsatz in Chiapas) immer sauer war. Ausserdem hat sie dann nur noch fuer sich geschaut und oft nicht mitgeholfen. Sie hatte aber vorwiegend Probleme mit Alex und im grossen und ganzen hatten wir eine sehr gute Zeit zusammen.
Jetzt bin ich wieder in San Cristobal und geniesse das normale Leben in vollen Zuegen =). Endlich wieder essen was man will (ich habe glaube ich noch nie so viel gefruestueckt =) ), ausgehen und die warme Dusche geniessen =). Am Montag werden die neuen Gruppen zusammengestellt und das FrayBa teilt uns mit, wohin sie uns am naechsten Mittwoch schicken. Dann werde ich fuer weitere zwei Wochen irgendwo in der Wildniss sein.
Der Einsatz war zwar anstrengend und hart, aber auch eine sehr schoene und kuul Erfahrung =) und ich freue mich auf den naechsten. Und ich bin auch nach wie vor davon ueberzeugt dass es eine gute Sache ist =).

wer weitere Details wissen will, kann mir gern ein Mail schreiben. Bis am Montag habe ich noch genug Zeit um Mails zu beantworten, danach werde ich erst nach dem naechsten Einsatz wieder Zeit haben..

liebe gruesse aus dem jetzt (zumindest tagsueber) immer noch sommerlich warmen San Cristobal

Ennio

weitere Informationen zum Konflikt:
http://zmag.de/artikel/das-zapatistische-naturschutzgebiet-el-huitepec
http://www.mexiko-lexikon.de/mexiko/index.php?title=Reserva_del_Huitepec
weitere Einsatzberichte von anderen Campamentistas:
www.peacewatch.ch –> Chiapas am oberen Bildrand anklicken –> Einsatzberichte –> Huitepec..

und ja Waaaaaaaaaaaaaald =)

Reise mit Jennifer

emariani am 22. Oktober 2008 um 04:00

jetzt bin ich in San Cristobal de las casas und warte auf meinen Einsatz (welcher an diesem Mittwoch beginnt und ca. 2 Wochen dauert, man koennte vielleicht auf 3 Wochen verlaengern, ich werde das aber sehr warscheinlich nicht tun, da ich lieber mehrere kuerzerer Einsaetze machen will). Voraussichtlich bin ich am Mittwoch in zwei Wochen wieder zurueck.
Waehrend meinem Einsatz werde ich keine Moeglichkeit haben Blogeintraege oder Mails zu schreiben, da es in diesen kleinen Doerfern keine Computer gibt (in diesem wo ich jetzt sein werde hats zumindest Elektrizitaet =) )..
Die letzten zwei Wochen bin ich mit Jennifer durch Chiapas gereist. Zuerst flogen wir von Mexiko City nach Tuxtla Gutierrez (Chiapas), dort uebernachteten wir zwei Naechte am Meer bei Puerto Arista. Der Strand dort war ziemlich unendlich gross =) und das Meer leider nicht zum baden (weil es eine sehr starke Stroemung und grosse Wellen hatte) aber sonst extrem schoen. An einem Abend konnten wir einer grossen Schildkroete beim eierlegen zuschauen (diese werden dann von Biologen und Freiwilligen eingesammelt und geschuetzt ausgebruetet, da sie sonst von Eierdieben ausgegraben und als Delikatesse gegessen werden). Spaeter konnten wir dann auch noch miterleben wie sie die soeben ausgeschluepften jungen Schildkroeten ins Meer entlassen, war ziemlich eindruecklich =).
Danach sind wir 10 Stunden im Bus nach Comitan gefahren. Dort blieben wir sehr lange und haben auch nicht mehr viel unternommen, da wir fuer ca. 6 Tage von Salmonellen (oder etwas in dieser Richtung) flachgelegen sind. Nachdem wir dann zum Arzt sind und einen Berg Medikamente bekommen haben gehts uns jetzt wieder besser. Nach Comitan sind wir noch nach San Cristobal und dann nach Chiapa de Corzo gefahren. Dort haben wir dann noch den Canion del sumidero besucht, ein Canion, welcher zum Teil von Bergen bis zu 1000 Metern Hoehe umgeben ist. Am Freitag musste ich Jennifer leider wieder aufs Flugzeug begleiten =( und somit waren unsere wunderschoenen (trotz Krankheit) Ferien zu ende.
Allgemein muss ich noch sagen dass die Landschaft hier in Chiapas extrem schoen und abwechslungsreich ist und dass es hier in San cristobal im Moment sehr kalt ist, fast wie in der Schweiz im Herbst..
An diesem Wochenende bin ich noch hier um San Cristobal ein bisschen herumgereist. Eine langweilige Tropfsteinhoehle besucht und die “Lagos de Montebello” ein Naturreservat mit ca. 60 Seen, welche die Farbe von Tuerkis, Gruen, Hellblau, etc.. haben. Dies war sehr schoen, allerdings hats immer geregnet, wenn die Sonne geschienen haette waers sicher noch schoener gewesen.
Fuer Fotos hab ich gerade zu wenig Zeit, sie werden aber noch kommen.

Fotos! Mexiko City und Puebla

emariani am 5. Oktober 2008 um 08:40

auf der http://picasaweb.google.com/emarianimex-Seite hats neue Fotos von unserer Reise und einige von Puerto Vallarta, welche nicht ich gemacht habe. Ich habe ueberall meine Fotos zuerst hochgeladen und danach einige von Nicole/Julia, welche mit mir hier herumgereist sind.

Nach Guadalajara sind wir fuer 3 Tage nach Mexiko City gereist. Hier haben wir die Stadt und das grosse Antropologie-Museum angeschaut und Teotihuacan besucht. Dort gibt es zwei grosse Pyramiden (Sonne- und Mondpyramide).
An einem Abend besuchten wir ein Wrestling-Kampf, eine sehr lustige und kuule Erfahrung=). In Mexiko ist Wrestling (lucha libre) sehr beliebt.
Mexiko City hat uns positiv ueberrascht. Im Zentrum ist es sehr angenehm und der Smog ist im Moment auch nicht all zu schlimm. Von der grossen Kriminalitaet haben wir auch nichts mitbekommen, offenbar ist es hauptsaechlich in den Aussenquartieren gefaehrlich.
Am Donnerstag ist Julia dann nach Quito weitergeflogen und Nicole und ich sind noch fuer 2 Tage nach Puebla gereist. Puebla ist auch sehr schoen.
Heute bin ich nach Mexiko City zurueckgekehrt und werde morgen von hier mit Jennifer nach Chiapas reisen, wo wir zwei Wochen Ferien machen.
Ich werde erst wieder in zwei Wochen, kurz vor meinem Einsatz in Chiapas, den naechsten Blog-Eintrag schreiben.

2. Teil Guadalajara / Guanajuato

emariani am 29. September 2008 um 02:31

In Guadalajara:
Nachdem wir die Stadt (oder wenigstens ein sehr kleiner Teil davon) angeschaut hatten, wollten wir am Abend noch ausgehen. Dies war allerdings ziemlich komisch, da nach 9 Uhr Abends praktisch niemand mehr auf der Strasse war (wir wussten nicht obs gefaehrlich war, weil man z.b. in Mexiko City sollte je nachdem nicht mehr nach 9 Uhr Abends raus gehen..), die Stadt war wie ausgestorben, wir sind dann bald wieder ins Hotel gegangen..
Dann sind wir weitere 6 Stunden nach Guanajuato gefahren. Diese Stadt ist wesentlich kleiner und liegt auf ca. 2000 Metern ueber Meer, hier ist das Wetter wie in der Schweiz im Herbst, an der Sonne sehr warm und im Schatten kalt. Allerdings hat es hier noch nie geregnet, der Himmel war immer stahlblau. Die Stadt ist extrem schoen. Frueher haben sie hier in Minen Gold abgebaut, darum gibt es ein grosses Tunnel-System unter der Stadt, welches heute fuer die Strassen gebraucht wird. Sonst besteht die Stadt aus tausenden verschiedenen farbigen Hauesern und vielen kleinen Gassen. Das ganze scheint so als waere es ohne Plan gebaut worden, es gibt nicht wie in Puerto Vallarta Haueserblocks, sondern einfach ein extrem grosses Durcheinander =).
Heute war noch ein Umzug (ca. 3 Stunden lang) durch die ganze Stadt, da heute der Jahrestag eines Helden und einer beruehmten Schlacht gegen Spanien ist. Der Umzug war fuer mich ziemlich speziell.. Da ist ALLES marschiert, zuerst die Miss Guanajuato, dann di gesamte Polizei (inklusive aller Spezialeinheiten), danach die Feuerwehr, die Ambulanzen, die Armee und noch vieles mehr (irgendwie wie wenn die Ambulanzen am Sechselaeuten mitfahren wuerden..). Ausserdem war alles von Polizisten und Soldaten uebersaet, weil sie Angst vor einem weiteren Anschlag wie in Morelia hatten, es ist aber nichts passiert und jetzt ist der Umzug vorueber =).
Guanajuato ist auch eine Stadt der Gegensaetze, neben der schoenen Atmosphaere und so hat es viele arme Leute, welche auf der Strasse betteln. Ich weiss nicht ob es in Puerto Vallarta auch so arme Leute gibt und sie dort einfach wegen den Touristen verjagt werden…
Morgen reisen wir nach Mexiko City weiter.
Guanajuato
Umzug

gruener Wald =)

Guadalajara

emariani am 26. September 2008 um 07:23

hoi zaeme =)

wir sind jetzt fuer zwei Tage in Guadalajara. Dies ist die zweitgroesste Stadt von Mexiko (ca. 4 Millionen Einwohner). Was hier ziemlich speziell ist, ist dass es hier auch einige Mexikaner mit blauen Augen und blonden Haaren gibt, weil frueher viele Franzosen in diesen Teil von Mexiko ausgewandert sind. Guadalajara liegt 1500 Meter ueber Meer, darum ist es hier auch nie so heiss wie am Meer =).
Die 6-Stuendige Anreise per Bus war extrem schoen, es gibt hier extrem grosse Urwald-Flaechen und viele unberuehrte Natur, die Fotos folgen sobald ich genug Zeit habe alle hochzuladen =).
Was uns auch aufgefallen ist, ist dass Guadalajar extrem viel billiger ist als Puerto Vallarta. Hier kann man zum Teil fuer 20 Schweizer Franken fuer 3 Personen sehr gut essen, in Puerto Vallarta hat es ca. das doppelte gekostet (was ja fuer schweizer Verhaeltnisse immer noch extrem wenig ist).
Die Leute hier in Mexiko sind uebrigens wirklich extrem offen und herzlich (nicht alle, aber viele =) ). Wenn man ein bisschen Spanisch spricht und selber offen auf die Leute zugeht, kann man oft Orte sehen die nicht im Reisefuehrer stehen. Z.b. in Barra de Navidad haben wir mit der Hoteleigentuemerin gesprochen und gefragt ob und wo wir surfen koennten. Am schluss hat uns ihr Cousin ein Surfbrett ausgeliehen, ihr Schwiegersohn hat uns zum Taxi gefahren und ihr Bruder hat uns am Morgen frische Brote gebracht. Dies ist sicher au recht speziell da in Barra de Navidad nur ca. 7000 Personen leben und es zur Zeit ueberhaupt keine Touristen hat (die Saison fuer Touristen beginnt ca. in einem Monat und geht bis nach den Winterferien), aber auch hier in Guadalajara kann man sehr rasch Einheimische kennenlernen.
Die Stadt ist uebrigens fuer so eine grosse Stadt extrem schoen. Es hat in vielen Teilen der Stadt nur Gebauede, welche nicht hoeher als 2 Stockwerke sind, darum scheint alles ziemlich gemuetlich. Guadalajara ist auch die Stadt, wo sehr warscheinlich die Mariachis (die typischen mexikanischen Musiker mit Gitarre oder oft auch mit Geige und Trompete) herkommen. Der Tequila wurde auch hier in der naehe erfunden =), er ist uebrigens sehr gut hier in Mexiko (die guten Sorten schmecken so etwa wie ein guter Whiskey).
Da am 15. September am Nationalfeiertag ein Anschlag in Morelia veruebt wurde und es immer noch nicht sicher ist dort, gehen wir morgen ueber Guanajuato nach Mexico City. Dort werde ich Jennifer treffen und mit ihr nach Chiapas fliegen.

Schule fertig

emariani am 23. September 2008 um 07:42

hoi zaeme

letzten Freitag habe ich die Schule in Puerto vallarta abgeschlossen. Am 15. September war noch der Nationalfeiertag von Mexiko. Es gab ueberall Feuerwerk und viel Party =). Jetzt bin ich mit zwei Kolleginnen aus der Schule auf der Reise nach Barra de Navidad - Guadalajara - Morelia - Mexico City, danach fliege ich von dort nach Chiapas.
Im Moment sind wir in Barra de Navidad, eine kleines Dorf am Pazifik. Heute sind wir wieder surfen gegangen, es hat hier in der Naehe einen Strand mit sehr guten Surfwellen =). Morgen nochmals und am Mittwoch reisen wir dann nach Guadalajara ab.
Leider hab ich hier grad nicht sehr viel Zeit zum schreiben, ich werds aber bald nachholen =)..

endlich Fotos =)

emariani am 12. September 2008 um 08:15

so ich habe jetzt ca. 5 Stunden im Internet-Kaffee verbracht, damit ihr mal die Fotos sehen koennt =) (zumindest alle die meinen Blog ab und zu anschauen ;) ).
Ich habe nicht sehr oft Leute (oder mich) fotografiert, dies haben vor allem die andern, welche mitkamen gemacht. Ich sollte diese Fotos dann auch mal noch bekommen, weiss aber gerade nicht wann..
Die Kommentare der Fotos sind auf der rechten Seite.
Wenn ihr Fragen habt, schreibt mir eine Mail oder einen Kommentar =)
Hier: http://picasaweb.google.com/emarianimex

1 Monat

emariani am 5. September 2008 um 09:16

hoi zaeme =)

jetzt bin ich schon beinahe ein Monat hier, die Zeit vergeht extrem schnell. Das Leben hier ist schon ziemlich anders als in der Schweiz. Auch wenn ich pro Tag 5 Stunden Spanischunterricht habe, ist es hier wie in den Ferien. Wir gehen praktisch jeden Tag nach der Schule an irgend einen Strand und am Abend gehen manchmal aus (Discos und Bars hats hier sehr viele). An den Wochenenden besuchen wir meistens entweder Straende oder andere Sehenswuerdigkeiten rund um Puerto Vallarta. Da eine Schuelerin meiner Schule einen Mexikaner kennt, koennen wir mit ihm auch viele nicht so touristische Orte besuchen. Zum Beispiel sind wir am letzten Sonntag ca. 1,5 Stunden durch den Dschungel gewandert und danach konnten wir uns an einem einsamen Strand erholen =).
Schnorcheln kann man hier auch. Es ist schoen, auch wenn es neben vielen farbigen Fischen (und einer kleinen Muraene) nicht viel zu sehen gab.
Puerto Vallarta selber gefaellt mir gut, auch wenn es sehr touristisch ist. In meinem Quartier hats sehr viele kleine Geschaefte in den Strassen. Wenn ich nicht so gutes Essen in der Gastfamilie bekaeme, koennte ich jeden Tag an einem anderen Stand/Restaurant essen =).
Die Stadt ist in mehrere Teile unterteilt, hier im Zentrum wo ich wohne, hat es nicht soo viele grosse Hotels und hier leben auch ziemlich viele Mexikaner. Andere Teile von Puerto Vallarta sind total mit grossen Hotels zugepflastert (und sie bauen immer mehr..). Am Malecon (Promenade am Meer) gibts hauptsaechlich Discos und Bars. Ausserdem gibts hier jeden Abend ein kleines Feuerwerk von einem Schiff aus.
Dies ist meine letzte Woche in meiner Gastfamilie. Da ich nur fuer 1 Monat reserviert habe und am Samstag mein Zimmer wieder besetzt wird, werde ich die naechsten zwei Wochen bei einer Lehrerin wohnen. Das Haus ist dann ziemlich anders als das meiner jetzigen Gastfamilie. Jetzt wohne ich in einem grossen 8-Zimmer-Haus (die meisten anderen Mexikaner hier leben sonst nur in ca. zwei Raeumen mit der Familie), danach werde ich in einer Wohnung in einem abgeschotteten Quartier wohnen. Die Wohnung sieht dort aus wie in einem Hotel, ausserdem hats einen Swimmingpool und ein Fitnesscenter, welches man gratis besuchen kann. Die Lehrer meiner Schule koennen sich solche Wohnungen aber auch nur leisten, da sie neben ca. 6-7 Stunden Schule pro Tag immer noch eine zweite Arbeit (z.b. in einem Hotel) haben.
Das Leben in der Gastfamilie ist eigentlich auch eher wie in einem Hotel. Sie haben hier schon seit ueber vier Jahren Studenten im Haus. Neben meiner Gastmutter (wo der Gastvater ist weiss ich immer noch nicht, ein Mexikaner haette schon laengst gefragt, aber ich nicht =) ) habe ich nur ab und zu Kontakt mit den anderen Familienmitgliedern. Die meisten arbeiten sehr viel. Meistens essen wir (die Studenten) nicht mit der Familie. Die Familie isst um drei Uhr ihre Hauptmahlzeit (dann sind wir meistens am Strand) und um 9 Uhr nochmals etwas kleines. Wir essen meistens um sieben Uhr, wie in der Schweiz.

Nach diesen weiteren zwei Wochen Puerto Vallarta will ich waehrend zwei Wochen von hier nach Chiapas reisen. Dort werde ich zwei Wochen mit Jennifer herumreisen und dann meinen Einsatz beginnen.

gruener Wald =)

Fotos

emariani am 5. September 2008 um 08:51

da ich auf diesem Blog nicht genug Speicherplatz habe um alle Fotos hochzuladen, habe ich bei kodakgallery einen Account eingerichtet. Ich muss allerdings jedem einzelnen die Berechtigung geben, dass er die Fotos anschauen kann (geht leider nicht anders…). Schreibt mir doch eine E-Mail wenn ihr Interesse an meinen Fotos habt. Wenn jemand eine bessere kostenlose Foto-Gallery-Webseite kennt, soll er sich doch auch melden =).

Getier und so

emariani am 27. August 2008 um 17:00

Da ich hier in einer Familie lebe, die fuer mexikanische Verhaeltnisse ziemlich reich ist, ist auch das Haus ziemlich sauber.
Wir hatten nur einmal eine Ratte im Badezimmer =). Kakerlaken hats auch einige, aber meistens bleiben sie draussen.
Sonst hat es extrem viele Flamingos (fast so wie bei uns Enten), Spatzen, Moeven und Tauben.
Gekkos hats auch ziemlich viele, auch armlange, aber von denen hab ich noch keinen gesehen.
Im Herbst (ich weiss jetzt leider nicht genau wann) zwischenlanden (juhu mis duetsch isch super) hier extrem viele Sommervoegel. Im Moment hats nicht sehr viele, dafuer ziemlich exotische..
Irgendwann im Winter will ich hier nochtmals zurueckkommen, dann kann man von der Kueste oder von einem Boot aus Wale besichtigen.
In den Fluessen rund um Puerto Vallarta gibt es auch Krokodile und Schildkroeten, vielleicht werde ich die mal sehen…
Flamingos_1
Sommervogel
Flamingo_2

schon zwei Wochen

emariani am 23. August 2008 um 18:50

mittlerweile habe ich mich schon ziemlich gut eingelebt hier. Es regnet doch mehr als eine Stunde pro Tag und wenn es regnet ist alles ziemlich rasch ueberschwemmt.
Die Schule ist ziemlich anstrengend, aber ich lerne viel.
Neben der Schule unternehmen wir ziemlich viel. Einmal haben wir eine Schifftour im Meer gemacht (wir haben Delfine und Blaufusstoelpel-Voegel gesehen =) ). Gestern bin ich zum ersten mal in Sayulita gesurft, es ist ziemlich schwierig und anstrengend, aber sehr laessig. Da der Meeresgrund steinig ist, ist es auch mehr oder weniger schmerzhaft, aber ich werds ueberleben ;)
Sonst gehts mir gut.

Uebrigens, in Facebook bin ich auf einigen Fotos von hier markiert, fuer die die einen Account haben.
Meine eigenen Fotos folgen dann auch mal noch =)

Wald =)

Ankunft Puerto Vallarta

emariani am 10. August 2008 um 04:01

hoi alle =)

ich bin heute in Puerto Vallarta (liegt direkt am Meer) angekommen. Hier ist es so ca. 38 Grad heiss und weil es sehr feucht ist, fuehlt es sich noch einiges waermer an. Obwohl Regensaison ist, regnet es hier aber offenbar nur sehr selten. Zum Glueck hat mein Zimmer ein Ventilator, sonst waer ich schon laengst geschmolzen..
Ich habe eine kuule Gastmutter =) mit zwei Soehnen. Neben mir wohnt noch ein Italiener dort, der geht aber in einer Woche nach Hause. Dann kommen drei neue Leute hinzu. Die zwei Hunde hab ich noch nicht gesehen.
Meine Gastfamilie wohnt im eher ruhigen Teil von Puerto Vallarta (ca. 400´000 Einwohner). Abgesehen von diesem Teil der Stadt ist so ziemlich alles extrem touristisch(fast alle hier lebenden Mexikaner arbeiten irgendwie fuer den Tourismus).
Offenbar gibt es auch praktisch keine Kriminalitaet. Das Haus meiner Gastfamilie hat zwar zwei Gitter vor dem Eingang, es sind aber beide nicht abgeschlossen…
Mein Spanisch reicht bis jetzt auch ziemlich weit.
Was mich noch gewundert hat, ist dass meine Gastmutter, als ich sie fragte was sie von der Schweiz wisse, gesagt hat, neben dem Ùeblichen (schokolade, berge, kaese, kuehe), dass in der Schweiz reiche Auslaender (auch Mexikaner) ihr Geld lagerten und es die Schweiz nicht so genau interessiere von wo das Geld komme..
Ich werde wahrscheinlich erst in einer Woche wieder schreiben.

ciao zaeme =)

Uebrigens: Wald =)

Atlanta

emariani am 8. August 2008 um 23:50

heute bin ich nach Atlanta geflogen. Ich uebernachte hier in einem Motel und fliege morgen nach Puerto Vallarta weiter.
Ueber die USA zu reisen ist schon extrem muehsam =), vor allem da von JEDEM (auch von denen, welche nicht mal das Gepaeck auschecken) die biometrischen Daten verlangt werden und man keine Ahnung hat was damit dann passiert..

erster Eintrag =)

emariani am 26. Juni 2008 um 10:08

hi =)
am 8. August 2008 fliege ich nach Mexiko.
Dort werde ich zuerst ca. 2 Monate in Puerto Vallarta bleiben und Spanisch lernen. Danach reise ich nach Chiapas, wo ich an einem von PWS (Peace Watch Switzerland) organisierten Menschenrechtsbeobachtungs-Einsatz teilnehmen werde.